Berühmte Opernkomponisten, deren Werke uns heute noch begeistern

Die Komponisten der Opern haben durch ihre Werke und ihre Stilrichtungen die Musikgeschichte, nicht nur in der Opernmusik beeinflusst.

Claudio Zuan Antonio Monteverdi

Der Italiener Claudio Zuan Antonio Monteverdi (1567-1643) war einer der ersten Opernkomponisten und zugleich Sänger, Vokalspieler und katholischer Priester. Es gelang ihm, die musikalische Wende in der Musik von Renaissance zum Barock einzuleiten. Zu den bekannten Stücken gehört vor allem die Oper „L‘Orfeo“ (1607), die als die erste Oper überhaupt gilt.
Im Kreis „Berühmte Opernkomponisten“ ist Georg Friedrich Händel (1685-1759) in der Barockzeit einzuordnen. Als britisch-deutscher Komponist war er sehr „produktiv“ – er komponierte 46 Opern (z. B. „Rinaldo“, „Belshazzar“, „Alcina“, „Acis und Galatea“, „Deidamia“) dazu 25 Ouvertüren, die er als Opernunternehmer meist in London im Queen’s Theatre (ab 1714 King’s Theatre) aufführen konnte, Kammer- und Kirchenmusik- und Orchesterstücke. Händel kann man als den einflussreichsten Musiker aller Zeiten bezeichnen; seine musikalischen Werke werden seit jeher aufgeführt.

Das 18. Jahrhundert

In der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts begann der berühmte Opernkomponist Christoph Willibald Ritter von Gluck (1714-1787) mit der Reformation der barocken Form der Oper „Opera Seria“. Er begann Rezitative Stücke mit Arien zu verbinden und beide Elemente gleichwertig zu „behandeln“ – bisher dominierten die Sänger auf der Bühne. Er gilt als Komponist der Vorklassik. Seine bekannteste Oper ist „Orfeo ed Euridice“, die am 05. Oktober 1762 in Wien uraufgeführt wurde.
Zu den berühmten Opernkomponisten zählt auch Wolfgang Amadeus Mozart (1756-1791). Er galt als ein Wunderkind, bekam bereits im Alter von vier Jahren Klavierunterricht und gab mit sechs Jahren erste Konzerte. Mozart gehört zu den Musikern der Klassik und beeinflusste durch seinen Musikstil die deutschsprachige Oper im 19. Jahrhundert. Bekannte Stücke sind u. a. „Die Zauberflöte“, „Die Entführung aus dem Serail“, „Don Giovanni“, „Die Zauberflöte“, „Figaros Hochzeit“ und „Cosi fan tutte“.

Das 19. Jahrhundert

Im 19. Jahrhundert lebten und arbeiteten berühmte Opernkomponisten, wie die italienische Komponisten Gioachino Antonio Rossini (1792-1868), Domenico Gaetano Maria Donizetti (1797-1848) und Vincenzo Salvatore Carmelo Francesco Bellini (1801-1835). Die Opern („Lucia di Lammermoor“ – Donizetti, „Der Barbier von Sevilla“ und „Aschenputtel“ – Rossini, „Norma“ – Bellini) dieser Komponisten werden heute noch weltweit in den Opernhäusern aufgeführt. Die Opern sind mit virtuosem Gesang „ausgestattet“. Guiseppe Verdi (1813-1901) setzte die Tradition der italienischen Oper fort, prägte jedoch seinen eigenen Stil. Inhaltlich setzte er anspruchsvollere Themen um, so gehen vier seiner Opern, wie z. B. „Don Carlos“, auf Werke von Friedrich Schiller zurück, Alexander Dumas liefert mit seiner „Kameliendame“ die Vorlage für „La Traviata“, „Othello“ und „Falstaff“ beruhen auf Stücken von Shakespeare. Verdi, der einer der berühmte Opernkomponisten aller Zeiten ist, schrieb auch „Nabucco“, aus der der „Gefangenenchor“ wohl jedem im Ohr sein wird, „Aida“, „Macbeth“, um nur einige aus seinem musikalischem Schaffenswerk zu nennen.

Richard Wagner

Richard Wagner (1813-1883) gilt als Reformer bzw. Erneuerer der Oper – mit seinen Dramen, die germanische, mittelalterliche und philosophische Themen aufgriffen, gestaltete er Gesamtkunstwerke (er schrieb die Musik, die Texte und die Regieanweisungen), die er dann in seinem eigenen Festspielhaus in Bayreuth aufführen konnte. Er gehört unumstritten in die Reihe – berühmte Opernkomponisten, seine romantische Musik hatte neue Akzente im 19. Jahrhundert gesetzt – Harmonie und Melodie stand im Mittelpunkt – was auch auf andere Komponisten, wie Richard Strauss und Gustav Mahler wirkte. Heute noch finden alljährlich die Wagner-Festspiele in Bayreuth statt, wo seine Opern, wie z. B. „Tristan und Isolde“, „Der Ring der Nibelungen“, „Das Rheingold“, „Pasifal“ aufgeführt werden.

Das 20. Jahrhundert

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts machte der berühmte Opernkomponist Giacomo Puccini (1858-1924) auf sich aufmerksam, von dessen zwölf Opern z. B. „Tosca“, „La Boheme“, „Turandot“, „Madam Butterfly“ heute auf allen Opernbühnen der Welt gespielt werden. In Deutschland machte Richard Strauss (1864-1949) von sich reden bzw. hören. Neben seiner Orchestermusik wurde er durch seine Opern wie z. B. „Elektra“, „Der Rosenkavalier“, „Capriccio“ und „Salome“ bekannt und gehört zu den berühmten Opernkomponisten in der Musikgeschichte. Seine Opern werden alle mit großem Erfolg an den Opernhäusern der Welt aufgeführt. Alban Berg (1885-1935), ein österreichischer Komponist des 20. Jahrhunderts gelang es, die Zwölftontechnik in seinen Opern umzusetzen und gehört daher zu den Neuerern der Musik im 20. Jahrhundert. Georg Büchners „Woyzeck“ liefert die literarische Grundlage seiner Oper „Wozzek“ und bei der, von ihm unvollendeten, Oper „Lulu“ (wurde von Friedrich Cerha vollendet) verwandte er Literatur von Frank Wedekind.

Moderne Stücke

Im 19. Jahrhundert komponierten die berühmten Opernkomponisten die meisten Opern, die heute noch auf allen Opernbühnen der Welt aufgeführt werden. Aber auch ab der Mitte des 20. Jahrhunderts machen verschiedene berühmte Opernkomponisten mit neuen modernen Stücken von sich Reden, wie z. B. u. a. Benjamin Britten (1913-1976), Bernd Alois Zimmermann (1918-1970), Hans-Werner Henze (geb. 1926), Karlheinz Stockhausen (1928-2007) und Aribert Reimann (geb. 1936).

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